Ideale Trainingsmöglichkeiten für Spitzenathleten und Freizeitsportler

Die Athletik Trainingszone (ATZ) des LZTAM ist speziell für Schnellkraftsportarten (wie olympisches Taekwondo) konzipiert worden. Sie dient einerseits der Ausbildung der athletischen Fähigkeiten nationaler Spitzenathleten. Die Athletik Trainingszone kann jedoch gleichermaßen von Mitgliedern im freizeitsportlichen Bereich genutzt werden!

Denn die physiologischen Wirkungen des funktionellen Trainings dienen erfolgreichen Athleten genauso wie persönlicher Fitness. Die ATZ kann sportartenübergreifend in Kleingruppen (4-12 Pers.) oder von Kadern (Auswahlmannschaften) genutzt werden.

Funktionelles Training

Funktionelles Training besteht in Krafttrainingsformen, die neben der Kraft auch koordinative Fähigkeiten (wie die Gleichgewichtsfähigkeit) ansprechen. 

Funktionell daran ist die erhöhte motorische Beanspruchung und stärkere Aktivierung der Rumpfmuskulatur im Vergleich mit dem traditionellen Krafttraining.

Die trainierten Bewegungen sind spezifischer und können daher leichter in das (technische und physiologische) Anforderungsprofil der jeweiligen Sportart integriert werden. Da (insbesondere Kampf)-Sportarten die gesamte Körpermuskulatur beanspruchen, benötigen Athleten ein hohes Maß an intermuskulärer Koordination. Diese wird durch funktionelles Training gezielt angesprochen und ermöglicht die kraftorientierte Verschaltung synergistisch arbeitender Muskelgruppen im Rahmen sportartspezifischer Bewegungsabläufe.

Zweitens werden energetische Prozesse simuliert, die denen der Sportart nahe kommen, und damit ein optimaler Mix aus aerober und anaerober Ausdauer mittrainiert.

Kombination von Krafttraining und funktionellem Training

Die Kombination von Training der Bewegungsmuskulatur (Krafttraining) und der haltungsrelevanten Tiefenmuskulatur (funktionelles Training) beugt (drittens) muskulären Dysbalancen vor, was der Verletzungsprophylaxe dient. Es ist eine einfache (aber anstrengende) Wahrheit, dass dies alles auch dem Breitensportler hilft, optimale Trainingsergebnisse zu erreichen, sich (bei optimalem Aufwand) fit zu halten und die eigene Lebensqualität zu steigern.

Betrachten wir einen typischen Trainingsaufbau anhand einer funktionellen Übung und deren Steigerung: Der Sportler beginnt mit (normalen) Liegestützen, 3x30 Wiederholungen.

Nach zwei Wochen steigert er, indem er Liegestütze mit Fußspitzen auf einem Pezziball ausführt (3 x 30 Wiederholungen bzw. die Anzahl, die er schafft). Nach vier Wochen steigert er die Übung, indem er zusätzlich die Hände auf einem Kreisel abstützt (3 x max. Wiederholungen).

Es entsteht ein enormer Zugewinn an koordinativen Fähigkeiten, verbunden mit einem besseren Körperbewusstsein (auch: kinästhetische Empfindung).

Eingebettet in ein größeres Programm werden alle relevanten Muskelgruppen zusammen mit der Tiefenmuskulatur trainiert. Durch Intervallmethoden (Belastung-Pause) orientiert am typischen Kampfverlauf im Taekwondo werden aerobe und anaerobe Ausdauer trainiert.